Ratgeber

Vier bis fünf Stunden Sonne: Warum Golf für die Haut unterschätzt wird

3 Min. Lesezeit

Am Strand cremt sich jeder ein. Auf dem Golfplatz fast niemand — dabei ist eine 18-Loch-Runde die längere und regelmäßigere UV-Exposition. Vier bis fünf Stunden, meist zwischen zehn und sechzehn Uhr, ohne nennenswerten Schatten, auf offenem Gelände. Wer eine Saison lang zweimal pro Woche spielt, sammelt mehr Sonnenstunden als in zwei Strandurlauben.

Warum die Runde unterschätzt wird

  • Man merkt es nicht. Es weht meist ein Lüftchen, man geht gemächlich, es fühlt sich nicht heiß an. Die Rückmeldung, die am Strand kommt, fehlt.
  • Kein Schatten. Fairway und Grün sind offene Fläche. Die wenigen Bäume stehen selten dort, wo man wartet.
  • Reflexion. Wasser an den Bahnen, heller Sand im Bunker und trockenes Gras werfen zusätzlich Strahlung zurück — auch unter die Schirmmütze.
  • Die Haltung. Beim Ansprechen des Balls und beim Putten zeigt der Nacken nach oben. Der Nacken ist bei Golfern die klassische Problemzone.

Die Stellen, an denen es schiefgeht

Die Kappe deckt Stirn und Scheitel. Ungeschützt bleiben:

  • Nacken — die Nummer eins, besonders bei kurzen Haaren.
  • Ohren, an denen der Schirm vorbeigeht.
  • Nasenrücken und Wangenknochen durch Reflexion von unten.
  • Der linke Unterarm (bei Rechtshändern) — er hängt beim Gehen in der Sonne, während der rechte den Trolley schiebt.
  • Handrücken, sobald nur eine Hand im Handschuh steckt.
  • Lippen — brauchen eigenen Schutz mit Lichtschutzfaktor.

Vor dem Abschlag: einmal richtig

Sonnenschutz gehört 20 Minuten vor dem Start auf die Haut, nicht am ersten Tee. Für die Runde ist ein Stick praktisch, weil er in die Golftasche passt, nicht ausläuft und sich zwischen zwei Bahnen auftragen lässt, ohne den Griff fettig zu machen: der Sun Protection SPF50 Stick. Wer eine sichtbarere Deckung möchte — praktisch, um zu sehen, wo man war —, nimmt die getönte Variante.

Auf die trockene, gereinigte Haut kommt vorher eine leichte Pflegeschicht. Bei zu Glanz neigender Haut das ölfreie Oil-Free Zinc Face Gel — es mattiert, was auf dem Platz auch praktisch ist.

Passt dazu aus der Routine:

SPF50 Stick · Zinc Face Gel – mattiert · Silk Skin Hand Cream

Auf der Runde: an Loch 9 nachlegen

Keine Auftragung hält fünf Stunden. Die Halbzeit ist der natürliche Zeitpunkt: an Loch 9 oder am Halfway House kurz Gesicht, Nacken, Ohren und Handrücken nachziehen. Zwei Minuten, die den Unterschied machen. Warum Sonnenschutz beim Sport eigene Regeln hat, steht im Artikel Sonnenschutz beim Sport. Alle Produkte für den UV-Schutz stehen unter Schützen.

Die Hände

Golf ist für die Hände eine Mischung aus Griffdruck, Handschuh-Okklusion und Sonne. Die behandschuhte Hand kommt feucht aus dem Leder, die andere ist der Sonne ausgesetzt. Nach der Runde beide waschen und pflegen — die Silk Skin Hand Cream zieht ein, ohne einen Film zu hinterlassen, der beim nächsten Griff stört. Bei stark verhornten Druckstellen abends reichhaltiger mit der Urea + Panthenol Body Cream, siehe Urea-Creme: Wirkung.

Nach der Runde

Sonnenschutzreste, Schweiß und Staub gehören zeitnah von der Haut — nicht erst nach dem Bier im Clubhaus. Das Clarifying Gel braucht 60 Sekunden. Abends dann Aufbau: Nach fünf Stunden UV ist Barrierepflege sinnvoller als jede weitere Reinigung, siehe Ceramide und die Hautbarriere.

Die Runden-Routine

  1. 20 Minuten vor dem Start: reinigen, leichte Pflege, SPF50 großzügig — Nacken, Ohren, Nase, Unterarme, Handrücken, Lippen.
  2. An Loch 9: nachlegen.
  3. Nach der Runde: Gesicht und Hände mild reinigen, Handpflege drauf.
  4. Abends: Barrierepflege.
  5. Über die Saison: Muttermale beobachten, Kappe mit Nackenschutz erwägen.

Wann zum Hautarzt?

Golfer gehören zu den Gruppen mit hoher kumulativer UV-Belastung. Raue, schuppende Stellen an Nase, Ohren, Nacken und Handrücken, die nach Wochen nicht abheilen, gehören angeschaut — genauso Muttermale, die sich in Größe, Farbe oder Form verändern. Eine jährliche Hautkontrolle ist bei zwei Runden pro Woche über eine Saison keine Übervorsicht.

Kurz zusammengefasst

Eine Runde Golf sind vier bis fünf Stunden UV ohne Schatten, mittags, regelmäßig. Vorher großzügig schützen, an Loch 9 nachlegen, Nacken und Ohren nicht vergessen, danach reinigen und abends aufbauen. Wer auch wandert, findet die verwandte Version im Artikel Hautpflege beim Wandern.

Häufige Fragen

Wie viel Sonne bekommt man auf einer Golfrunde ab?

Eine 18-Loch-Runde bedeutet vier bis fünf Stunden UV, meist zwischen zehn und sechzehn Uhr, auf offenem Gelände ohne nennenswerten Schatten. Wer zweimal pro Woche spielt, sammelt über eine Saison mehr Sonnenstunden als in zwei Strandurlauben.

Welche Stellen werden beim Golf vergessen?

Der Nacken ist die Nummer eins, weil er beim Ansprechen und Putten nach oben zeigt. Dazu die Ohren, Nasenrücken und Wangenknochen durch Reflexion von Wasser und Bunkersand, der linke Unterarm bei Rechtshändern, der Handrücken ohne Handschuh und die Lippen.

Wann sollte man auf der Runde nachcremen?

An Loch 9 oder am Halfway House. Keine Auftragung hält fünf Stunden. Zwei Minuten für Gesicht, Nacken, Ohren und Handrücken reichen.

Wer lieber Padel unter freiem Himmel spielt, findet die Version für den Court unter Hautpflege beim Padel.